Contra Seenprivatisierung
Frei zugängliche Seen sind überall in Deutschland ein hohes Gut. Auch hier in der Region. Unsere Seen tragen mit
dazu bei, dass Städte und Gemeinden touristische Konzepte
entwickeln können und Regionen eine Zukunft haben.
Einige Privatisierungen des Bundes der letzten Jahre haben
gezeigt, dass der offene Zugang zu Seen bedroht sein
kann. Denn öffentliche und private Interessen lassen sich
nicht immer in Einklang bringen. Oftmals mussten dann Gemeinden – wie das Beispiel Wandlitzsee zeigt – zu hohen
Kosten Badestellen für die Öffentlichkeit zurück erwerben.
Solche Fehler müssen zukünftig vermieden werden!
24.02.2010: Wicklein unterstützt Petition gegen Seenprivatisierung
Weitere 17.000 Unterschriften werden durch den Bund für Umwelt und Naturschutz am 25. Februar am Brandenburger Tor gegen die Seenprivatisierung dem Bundestag übergeben. „Das ist eine deutliche Mahnung an die
Regierung, nun endlich die berechtigten Interessen der
Allgemeinheit zu beachten", so Andrea Wicklein. "Die Forderungen liegen seit
langem auf dem Tisch. Jetzt sollte die Regierung handeln
und einen Gesetzentwurf vorlegen, auf dessen Grundlage
die bundeseigenen Seengewässer unentgeltlich auf die
Länder übertragen werden können", so Wicklein weiter. „Die Seen müssen als Allgemeingut erhalten bleiben. Es
darf nicht dabei bleiben, dass bei den Seenprivatisierungen
maximale Erlöse im Vordergrund stehen."
15.12.2009: SPD-Bundestagsfraktion beantragt im Bundestag die Übertragung bundeseigener Gewässer auf die Bundesländer
In einem Antrag fordert die SPD im Bundestag, bundeseigene Gewässer unentgeltlich auf die neuen Bundesländer zu übertragen. Dem Bundestag soll von der schwarz-gelben Bundesregierung ein Gesetzentwurf vorgelegt werden, bei dem die Interessen der Kommunen, der Angler, Fischer und des Naturschutzes berücksichtigt werden. Bis zur Übertragung der Eigentumsrechte soll der Verkaufsstopp weiter gelten. Den Antrag finden Sie hier.
23.11.2009: Neue Bundesregierung will Seen und Äcker der BVVG weiter verkaufen
Mit Unverständnis hat Andrea Wicklein auf die Antwort reagiert, die das Bundesfinanzministerium ihr auf eine parlamentarische Anfrage gegeben hat. Mit einem klaren Nein hat der parlamentarische Staatssekretär im BMF auf die Frage geantwortet, ob die Bundesregierung eine Verlängerung des Verkaufsstopps über den 31.12.2009 hinaus plant. "SPD-Bundesfinanzminister Steinbrück hatte den Verkaufsstopp veranlasst, um mit Ländern und Gemeinden über die Verkaufsparxis der BVVG zu sprechen. Wolfgang Schäuble schlägt diese Tür nun zu", so Andrea Wicklein.
11.08.2009: BVVG stoppt Seenprivatisierung
Die Bodenverwertungs- und verwaltungs GmbH des Bundes hat die Privatisierung von Seen in Ostdeutschland vorerst gestoppt. Andrea Wicklein bewertet diesen Schritt positiv und sieht damit die Möglichkeit, gesetzliche Bestimmungen zu ändern und sicher zu stellen,
dass keine übereilten Entscheidungen auf dem
Rücken der Allgemeinheit getroffen werden, die nicht
mehr rückgängig gemacht werden können.
Anfrage zur Seenprivatisierung
Bereits im Februar 2008 habe ich die Bundesregierung gefragt, bei welchen Gewässern in Teltow-
Fläming, Potsdam-Mittelmark sowie in der Stadt Potsdam,
die im Eigentum des Bundes oder seiner Beteiligungen sind,
ein Verkauf geplant ist und wie beim Verkauf die betroffenen
Landkreise und Gemeinden beteiligt werden. Anfrage und Antwort der Bundesregierung finden sie unten.
material zum thema
- Wicklein unterstützt Petition gegen Seenprivatisierung vom 24.02.2010
- Seenprivatisierung stoppen vom 18.12.2009
- Gesetzlicher Auftrag der BVVG muss sich ändern vom 23.11.2009
- Radiosendung rbb-Kulturradio zur Seenprivatisierung [MP3, 51 MB]
- Wicklein begrüßt Verkaufsstopp der Seenprivatisierung vom 11.08.2009
- Wicklein fordert Moratorium bei Seenprivatisierung vom 24.06.2009
- Anfrage Seenprivatisierung und Antwort der Bundesregierung vom 26.02.2008