Freier Uferweg am Griebnitzsee

Der Uferweg am Griebnitzsee war nach dem Mauerfall über Jahre frei zugänglich und für alle Potsdamerinnen und Potsdamer sowie ihre Gäste aus der ganzen Welt ein lebendiges Zeugnis der deutschen Geschichte. Der Weg wurde zum Radfahren und Joggen genutzt, viele genossen den freien Blick auf den See. Doch seit Monaten ist der Weg nicht mehr zugänglich, da mehrere Uferanrainer, deren Grundstücke bis an das Wasser reichen, den Uferbereich gesperrt haben. Nachdem mit mehreren Anrainern kein Kompromiss gefunden werden konnte, wird die Stadt Potsdam nun mit einem Bebauungsplan einen öffentlichen Weg am Wasser sichern und notfalls Enteignungsverfahren zur Sicherung eines freien Weges einleiten.
Lange Zeit war unklar, ob der Bund seine Grundstücke entlang des Uferweges an die Stadt Potsdam oder höchstbietend an private Interessenten verkauft. Damit wäre der freie Uferweg in noch weitere Ferne gerückt. Andrea Wicklein hat sich deshalb gemeinsam mit dem Oberbürgermeister Jann Jakobs und der Bürgerinitiative beim Haushaltsausschuss für einen Verkauf an Potsdam eingesetzt. Bundesweit stieß dieser geschichtsträchtige Uferweg auf großes Interesse. Nach zähem Ringen musste der Bund schließlich nachgeben und verkaufte seine Grundstücke am Griebnitzsee an die Stadt Potsdam. „Ein Sieg der Vernunft“, sagt dazu Andrea Wicklein.

Presseerklärungen dazu:

Griebnitzsee: Vernunft hat gesiegt vom 09.02.2011
Wicklein erleichtert über Verkauf der Grundstücke an Potsdam vom 26.01.2011
Griebnitzsee: Wicklein appelliert an CDU/CSU und FDP im Haushaltsausschuss vom 20.01.2011
Wicklein entsetzt über neue Sperren am Griebnitzsee vom 17.01.2011

Weitere Informationen:

Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
Initiative Griebnitzsee für Alle