Arbeit und Soziales

Nach der Wende habe ich selbst erfahren müssen, was es heißt, arbeitslos zu sein. Auch jetzt als Bundestagsabgeordnete empfinde ich Arbeitslosigkeit, Dumpinglöhne, Armutsrenten oder prekäre Beschäftigungsverhältnisse als große Ungerechtigkeiten. Zwar hat sich der Arbeitsmarkt erfreulich entwickelt, allerdings ist gerade die Langzeitarbeitslosigkeit in Ostdeutschland nach wie vor auf einem vergleichsweise sehr hohen Niveau.

Es ist deshalb die wichtigste Aufgabe der Politik, günstige Rahmenbedingungen für mehr Beschäftigung, gute Löhne, eine humane Arbeitswelt und damit für armutsfeste Renten zu schaffen. Wir stehen zwar international unter Druck, wir müssen mehr leisten, innovativer werden. Wir erreichen diese Ziele aber nur in einer solidarischen Gesellschaft, in der die Würde des Menschen in der Arbeitswelt erhalten bleibt. Für mich steht deshalb fest: Jeder Mensch muss die Möglichkeit zur Teilhabe an sozial abgesicherter und existenzsichernder Erwerbsarbeit haben.

Rund 2,5 Millionen Vollzeitbeschäftigte arbeiten in Deutschland für Löhne, die weniger als die Hälfte des Durchschnittseinkommens ausmachen. Viele sind dann auf ergänzende staatliche Unterstützungsleistungen angewiesen und müssen später im Alter mit einer niedrigen Rente rechnen. Ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro ist die einzige Lösung, um Armutslöhne zu verhindern.

Die Verbesserungen bei den Renten, die im Koalitionsvertrag vereinbart wurden, sind notwendige Schritte gegen Altersarmut und eine Würdigung der Lebensleistung der Mütter und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Um möglichst dicht an den Problemen dran zu sein, halte ich engen Kontakt mit der Agentur für Arbeit, mit den Jobcentern sowie in zahlreichen Gesprächen mit den Bürgerinnen und Bürgern und mit Unternehmen im Wahlkreis. Für mich ist der Dialog im Wahlkreis eine entscheidende Grundlage für meine Arbeit im Parlament.

Presseerklärungen dazu:

22.02.2011
Wicklein fordert gleiche Mindestlöhne in Ost und West (pdf)

09.02.2011
Wicklein zum Scheitern der Regelsatz-Verhandlungen (pdf)

Weitere Informationen:
SPD-Fraktion im Bundestag
Bundesministerium für Arbeit und Soziales